In diesem Beitrag
  1. Viele Typen unter dem Namen Basilikum
  2. Aromatische Unterschiede lassen sich auch nach Chemotypen ordnen
  3. Blüten- und Nelkenduft überlagern sich in einem Blatt
  4. Aroma sitzt auch in winzigen Strukturen auf der Blattoberfläche
  5. Basilikum reagiert empfindlich auf zu niedrige Temperaturen
  6. Frischer Basilikum in der Porcini-Pasta
  7. Häufige Fragen zu Basilikum

Die kurze Antwort

Die wichtigste Speisebasilikumart ist Ocimum basilicum, doch auch innerhalb dieser Art gibt es zahlreiche Sorten und Chemotypen mit unterschiedlicher Zusammensetzung der Aromastoffe. Je nach Verhältnis von Linalool, Eugenol, Estragol und Methylcinnamat ist der Basilikumduft nicht einheitlich. In der Porcini-Pasta bringt frischer Basilikum ein lebendiges Kräuteraroma zwischen Tomatensauce und gebratene Steinpilze.

Drei Zugänge zum Basilikumaroma

  • Innerhalb von Ocimum basilicum gibt es viele Sorten mit verschiedenen Düften, Blattfarben und Formen.
  • Das Verhältnis wichtiger Stoffe wie Linalool, Eugenol und Estragol lenkt das Aroma in verschiedene Richtungen.
  • Basilikum ist kälteempfindlicher als viele andere frische Küchenkräuter.

Im Detail

Viele Typen unter dem Namen Basilikum

Ocimum basilicum ist ein duftendes einjähriges Kraut. Neben grünen gibt es Sorten mit dunkelvioletten Blättern sowie Zuchtformen mit unterschiedlichen Blattgrößen, Strukturen und Aromen.

Handelsnamen wie Sweet Basil, Genoveser Basilikum oder Zitronenbasilikum spiegeln Sorten und Kreuzungen auf unterschiedliche Weise wider. Ähnliche Namen garantieren keinen identischen Blattduft.

Aromatische Unterschiede lassen sich auch nach Chemotypen ordnen

Linalool, Eugenol, Estragol und Methylcinnamat treten je nach Basilikumsorte in verschiedenen Verhältnissen auf. Nach dominierenden Stoffkombinationen unterscheidet man beispielsweise Linalool-, Eugenol-Linalool- und Estragoltypen.

Ein Chemotyp zeigt, welche Aromastoffe innerhalb derselben Art hervorstechen. Selbst bei gleichem Sortennamen können Anbau und Erntezeit das Verhältnis verändern; der tatsächliche Duft entsteht aus mehreren Bedingungen.

Blüten- und Nelkenduft überlagern sich in einem Blatt

Eugenol und bestimmte Sesquiterpene tragen zu nelkenartigen Noten bei. Das Verhältnis von Linalool, Citral und Estragol variiert zwischen Sorten und verändert den Gesamteindruck.

Darum kann Basilikum in unterschiedlicher Gewichtung süß und blumig, warm wie Nelken oder an Lakritz erinnernd duften. In der kurzen Bezeichnung „Basilikumaroma“ stecken mehrere Richtungen.

Aroma sitzt auch in winzigen Strukturen auf der Blattoberfläche

In den Drüsenhaaren von Blättern und Blüten werden ätherische Öle gebildet und gespeichert. Beim Berühren oder Schneiden wird Gewebe verletzt; flüchtige Stoffe gelangen in die Luft und sind deutlicher wahrnehmbar.

Große, weiche Basilikumblätter reagieren auch empfindlich auf Wasserverlust und Druck. Farbe, Spannkraft und Unversehrtheit zeigen neben dem Duft die Frische an.

Gelbe Sonnenblume bei Mahina Vegan Table
Gelbe saisonale Schnittblume

Basilikum reagiert empfindlich auf zu niedrige Temperaturen

Basilikum und Shiso gehören zu den kälteempfindlichen frischen Kräutern. Zu tiefe Temperaturen können Blattbräunung, bronzefarbene Adern, Glanzverlust und vermindertes Aroma verursachen.

Äußerlich ansprechende Haltbarkeit und aromatische Haltbarkeit sind nicht völlig identisch. Basilikum profitiert nicht einfach von maximaler Kälte; Temperatur und Wasserverlust müssen gemeinsam berücksichtigt werden.

Frischer Basilikum in der Porcini-Pasta

Die Porcini-Pasta besteht aus Spaghetti, hausgemachter Tomatensauce, gebratenen Steinpilzen, Schalotten, Knoblauch, frischem Basilikum und Rucola. Der Basilikum setzt zwischen Tomatensäure und tiefem Pilzaroma einen hellen Kräuterduft.

Frischer Basilikum bringt zwischen Tomatensauce und gebratenen Steinpilzen ein lebendiges Aroma. Dass Basilikum nicht einheitlich duftet, zeigt sich im Bissen mit Steinpilz und Rucola besonders vielschichtig.

Spaghetti in Tomatensauce mit frischem Basilikum und gebratenen Steinpilzen
Porcini-Pasta mit frischem Basilikum

Häufige Fragen zu Basilikum

Gehört jeder Basilikum zur selben Art?
Nein. Ocimum basilicum ist die wichtigste Speiseart; der Name Basilikum wird aber auch für verwandte Arten, Hybriden und zahlreiche Sorten verwendet.
Ist ein Chemotyp dasselbe wie eine Sorte?
Nein. Eine Sorte bezeichnet eine Zuchtlinie; ein Chemotyp ordnet nach den im ätherischen Öl hervorstechenden Stoffkombinationen.
Duften violetter und grüner Basilikum gleich?
Die Blattfarbe allein bestimmt den Duft nicht. Sorten können sich im Verhältnis von Linalool, Eugenol und Estragol unterscheiden.
Sollte Basilikum an der kältesten Stelle des Kühlschranks liegen?
Basilikum ist kälteempfindlich; zu niedrige Temperaturen können Bräunung und Aromaverlust verursachen.

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